Was ist Glück?

Glück ist... seinen Hund zu umarmen 

und die Nase in sein Fell zu kuscheln.

 

Glück ist... neben seinem Hund im Gras zu liegen

und andächtig in den Sonnenuntergang zu schauen.

 

Glück ist... in dem Blick seines Hundes zu versinken.

 

Glück ist... wenn vier Augen mehr sehen,

vier Ohren mehr hören, sechs Beine weiter laufen und 

zwei Herzen doppelt lieben können.

 

Glücklich also ist der Mensch, der in der Lage ist, die

uneingeschränkte Liebe seines Hundes zu erwidern.


(Renate Rothe)

 

 

DER HUNDETRAUM

 

Es gibt einen besonderen Traum, den alle Tierheim-Hunde träumen…

Auf Betonböden, in Hütten, in dunklen Verschlägen, eingepfercht in Gitterboxen…

träumen sie Nacht für Nacht den gleichen Traum.

Egal, in welcher Sprache und wo auf dieser Welt…  Es ist der schönste Traum, den diese Hunde haben…

der Traum von einem Zuhause. Der Traum von einer Familie.

Dieser Traum verbreitet sich seit Hundegedenken von Heim zu Heim, von Hund zu Hund,

sogar draußen auf der Straße wird er weitergegeben.

Er wird den Neuankömmlingen erzählt, die in der Nacht noch weinen.

Und mit jedem Hund, der ihn weitererzählt wird er schöner und bunter.

Jeder träumt noch etwas hinzu. Alles ist warm und weich in diesem Traum.

Und es gibt immer genug zu essen. Und die Menschen haben Hände - so zart...

„So etwas gibt es doch nicht!?“, sagen die, die noch nie ein Zuhause hatten…

„Doch!“ sagen alle einstimmig und etwas zu laut…

Die, die schon Schlimmes erlebt haben, schweigen.

Sie wollen diesen Traum nicht zerstören… Besonders für die Kleinsten,

die mit großen Augen zuhören und die ihn wieder und wieder hören wollen,

bevor sie einschlafen.

Und für die, denen der Tod bevorsteht und für die anderen,

die schon so viele Jahre warten und deren Augen müde geworden sind…

Gerade für sie ist es so wichtig, aber auch für alle anderen,

dass dieser herrliche Traum niemals ausgeträumt ist,

dass dieser kleine Hoffnungsschimmer für immer bleibt und

jede Nacht wieder in ihren Herzen glimmt …

dass es irgendwo auf der Welt genau den Menschen gibt,

der auf jeden von ihnen wartet.

 

von Sylvia Raßloff 

www.tiere-verstehen.com

 

 

 

 

 

Wir können nicht alles tun.

Es ist ein befreiendes Gefühl, wenn uns dies zu Bewusstsein kommt.

Es macht uns fähig, etwas zu tun.

Und es sehr gut zu tun.

 

Oscar A. Romero

 

 


Unter einem Weihnachtsbaum, ... 
da liegt ein kleiner Hundetraum. 

Ein Welpe, so ein süsser Schatz, 
Geschenk für den Familienfratz. 

Doch diese hält vom Hund nicht viel, 
mag viel lieber ihr Videospiel. 

Der Hund, der will ein wenig Liebe, 
bekommt statt dessen Tritte und auch Hiebe 
und weil er auch nicht immer hört, 
ist das Familienglück gestört. 

Weil Tisch- und Stuhlbein angenagt, 
wird er in den Hof gejagt. 

Dort lebt er Tage, Wochen, Jahre, 
niemand kämmt mal seine Haare.
Bewachte er den Hof und bellte, 
gab es für den Lärm noch Schelte.

Die Zeit geht rum, und er wird alt, 
die Nächte, die sind immer kalt, 
Ganz einsam, ohne etwas Schutz, 
liegt er dort in seinem Schmutz. 

Er hofft noch immer auf ein Wunder, 
denn seine Jahre werden runder. 
Doch Liebe, die bekommt er nicht. 
Bei Kälte da quält ihn nun die Gicht. 
Doch seine Familie kümmert das nicht. 

Er würd’ doch ALLES für sie machen, 
während sie unterm Christbaum lachen. 
Er würde ihnen sein Leben schenken,
damit sie nur einmal an ihn denken.

Er ist so einsam und so schwach, 
so hofft auf die heilige Nacht, 
Und dass ein Engel ihn bewacht.

Denn wenn er geht, so ganz allein, 
hofft er dass doch Jemand um ihn weint. 

Dieses Jahr unter der Tanne liegt für die Tochter dort ein Nerz, 
und draussen, einsam in der Kälte stirbt ganz allein ein Hundeherz.

Nach Jahren unterm Weihnachtsbaum
erlischt ein kleiner Hundetraum. 

 

War ich Dir so wenig wert


Ein neuer Tag und wieder diese Schmerzen
Seit Wochen schon quälen sie mich jeden Tag-
Du warst mit mir beim Tierarzt,
aber die wirklich notwendige Behandlung hast Du nicht durchführen lassen,
zu teuer, keine Zeit…
War ich dir wirklich so wenig wert?
Eine Frau kommt vorbei, wir steigen in ein Auto,
jede Bewegung schmerzt und strengt mich an, unser Ziel: Das Tierheim
Sie haben Dich überredet mich dorthin zu bringen- 
sie sagen, du sorgst nicht gut für mich-
der dunkle Raum im Hinterhof wäre kein artgerechtes Zuhause für ich.
Ich weiß nicht, ob sie recht haben - ich kenne es ja nicht anders
Ich kann mich kaum noch auf den Beinen halten, 
Du übergibst meine Abstammungsurkunde der Frau im Tierheim,
zeigst keine Trauer..
War ich dir so wenig wert ?
Ich habe Angst-was geschieht jetzt mit mir?
Immer wieder schaue ich zu Dir auf,
aber Du reagierst nicht, beruhigst mich nicht!
Eine Frau kommt und redet leise mit mir, sagt mir, 
dass sie mich zu einer Ärztin bringt, mir geholfen wird.
Ich folge ihr – 2 bis drei Schritte, dann kann ich nicht mehr,
breche neben ihr zusammen. 
Sie kniet neben mir auf dem Boden, streichelt mich, redet auf mich ein.
Auch andere fremde Menschen, die mich so sehen, beruhigen mich, reden mit mir.
Eine fremde Frau, die mich zum ersten Mal sieht, 
hat Tränen in den Augen, es schmerzt sie ,mich leiden zu sehen.
UND DU?? 
Der mich von Welpenbeinen an kannte…
Du stehst nur wenige Schritte von mir entfernt,
schaust kurz zu mir und wendest Dich dann wieder ab,
um weiter die Abgabeerklärung auszufüllen.
Wie sehr hätte ich Dich in diesem Moment gebraucht !!
War ich Dir nicht einmal das wert??
Sie heben mich auf eine Decke, tragen mich zu einem Auto,
um mich in die Tierklinik zu bringen.
Die ganze Zeit sind sie bei mir, reden mit mir streicheln mich….
Du bist nicht mehr da, bist nach Hause gefahren.
Dich kümmert es jetzt nicht mehr, 
was mit mir geschieht, wie es mir geht.
Hat Dich das je gekümmert ?
Voller Angst und unter Schmerzen lasse ich die Untersuchungen über mich ergehen
Sie kennen mich kaum, sind sich nicht sicher wie ich reagiere,
wenn ich bei der Untersuchung Schmerzen habe,
aber ich würde ihnen nie etwas tun-ich spüre,
dass sie mir helfen wollen!

Meine letzte Nacht in der Klinik - wieder fremde Menschen,
aber alle sind gut zu mir, nehmen mir meine Angst!
Der Morgen---die Diagnose: Ein Tumor in der Wirbelsäule,
Sie werden mich von meinem Leiden erlösen!
Wieder ist die ganze Zeit jemand bei mir,
streichelt mich, beruhigt mich.
UND DU?? 
Du der eigentlich diesen letzten Weg hätte gehen sollen
Du bist nicht da!!
War ich Dir gar nichts wert??
Ich werde müde, die Schmerzen verblassen-
Ich habe es geschafft…..
Aber—ohne Dich—

Mit fremden Menschen bin ich diesen WEG GEGANGEN:
Aber es waren Menschen denen ich etwas bedeutet habe 
obwohl sie mich kaum gekannt haben

Ihnen war ich es wert !!!

 


Tierretter - Schlussakt

Anders als die meisten Tage an der Regenbogenbrücke, dämmerte dieser Tag kalt und grau, 
feucht wie ein Sumpf und so düster wie man sich nur vorstellen konnte.
All die kürzlichen Angekommenen hatten keine Vorstellung, was sie davon halten sollten, 
da sie nie vorher einen Tag wie diesen erlebt hatten.
Aber die Tiere, die auf ihren geliebten Menschen gewartet hatten, wussten genau was los war, 
und fingen an sich am Weg zu versammeln um die Brücke zu beobachten.
Es dauerte nicht lange, bevor ein ältliches Tier in Sicht kam, den Kopf tief hängend und mit schleppendem Schwanz. Die anderen Tiere, die schon eine Weile da waren, wussten sofort wie seine Geschichte war, da sie diese Geschehen viel zu oft gesehen hatten.
Er näherte sich langsam, offensichtlich in großem inneren Schmerz, aber ohne Zeichen von Verletzung oder Krankheit.
Anders als all die anderen Tiere, die an der Brücke warteten, hatte dieses Tier nicht seine Jugend wiedererlangt und war wieder

gesund und kräftig geworden.
Als er zu der Brücke ging, beobachtete er all die anderen Tiere die ihn beobachteten. Er wusste, dass er aus diesem Ort hier war und je früher er hinüberwechseln könnte, desto glücklicher würde er sein.
Aber, ach, als er sich der Brücke näherte, wurde sein Weg von der Erscheinung eines Engels versperrt, der ihn um Entschuldigung bat, aber erzählte, dass er nicht fähig sein würde vorüberzugehen.
Nur jene Tiere, die mit ihren Leuten da waren, könnten die Regenbogenbrücke überqueren.
Mit keinem Platz zum umdrehen, wandte sich das ältliche Tier den Feldern vor der Brücke zu und sah eine Gruppe anderer Tiere wie er selbst, auch ältlich und gebrechlich.
Sie spielten nicht, sondern lagen einfach auf dem grünen Gras, verloren starrend auf den Weg der zu der Brücke führte.
Und so nahm er seinen Platz unter ihnen ein, beim Beobachten des Weges und Warten.
Einer der Neuankömmlinge der Brücke verstand nicht , was er gesehen hatte und fragte eins der Tiere das schon länger da war

um es ihm zu erklären.
"Siehst Du, das arme Tier war eine Rettung. Er wurde ins Tierheim gegeben gerade so wie Du ihn jetzt siehst, ein älteres Tier mit seinem ergrauten Pelz und seinen betrübten Augen. Er kam nie aus dem Tierheim heraus und hatte einzig die Liebe seiner Retter, um ihn zu trösten als er seine irdische Existenz verließ. Weil er keine Familie hatte, um ihnen seine Liebe zu geben, 
hat er niemanden der ihn über die Brücke begleitet."
Das erste Tier, dachte darüber für eine Minute nach und fragte dann:
"Und was wird jetzt geschehen ?" Seine Antwort bekam es bald als die Wolken sich plötzlich trennten und die Düsterkeit sich hob.
Man konnte eine Person sehen die sich der Brücke näherte und unter den älteren Tieren wurde eine ganze Gruppe in einem goldenen Licht gebadet und plötzlich waren alle wieder jung und gesund, gerade wie sie es in der Blütezeit ihres Lebens gewesen waren.
"Pass auf und sieh hin", sagte das zweite Tier. Eine zweite Gruppe der wartenden Tiere kam zum Weg und verbeugten sich tief

als die Person sich näherte.
Auf jeden gebeugten Kopf gab die Person einen Klaps auf den Kopf oder einen Kratzer hinter den Ohren.
Die neu wiederhergestellten Tiere fielen in eine Linie und folgten ihm zu der Brücke. 
Sie alle überquerten die Brücke zusammen.
"Was ist geschehen ?"
"Das war ein Retter. Die Tiere, die Du sich in Respekt verbeugen sahst, waren jene, die neue Heime wegen seiner Arbeit fanden.
Sie werden herüberkommen wenn ihre neuen Familien ankommen. Jene die Du wiederhergestellt sahst, waren jene, die nie ein Heim fanden. Wenn ein Retter ankommt, ist ihm erlaubt den Schlussakt der Rettung auszuführen. Ihm ist erlaubt, jene armen Tiere

über die Regenbogenbrücke zu begleiten, damit sie nicht auf der Erde bleiben müssen."



Die 10 Bitten Deines Hundes:

1.   Mein Leben dauert ca. zwölf Jahre. Jede Trennung von Dir bedeutet Leiden. 
     Bedenke es, ehe Du mich anschaffst! 

2.   Pflanze Vertrauen in mich, ich lebe davon! 

3.   Sprich manchmal mit mir auch wenn ich Deine Worte nicht ganz verstehe, 
     so doch die Stimme, die sich an mich wendet!  

4.   Bedenke, ehe Du mich schlägst, dass meine Kiefer mit Leichtigkeit die Knöchel deiner Hand zu zerquetschen  vermögen, 
     ich aber keinen Gebrauch davon mache! 

5.   Gib mir Zeit zu verstehen was Du von mir verlangst! 

6.   Zürne mir nie lange und sperre mich zur Strafe nie ein!!! 
     Du hast deine Arbeit, Dein Vergnügen, Deine Freunde, ich habe nur Dich!!! 

7.   Wisse, wie immer an mir gehandelt wird, ich vergesse nie!!! 

8.   Ehe Du mich bei der Arbeit scheltest, bockig oder faul nennst, bedenke: 
     Vielleicht plagt mich ein ungeeignetes Futter, 
     vielleicht war ich zu lange der Sonne ausgesetzt oder ich habe ein verbrauchtes Herz. 

9.   Kümmere Dich um mich, wenn ich alt werde. Auch Du wirst einmal alt! 

10. Gehe jeden schweren Gang mit mir, sage nie: Ich kann so etwas nicht sehen oder 
     Es soll in meiner Abwesenheit geschehen. 

     Alles ist leichter für mich mit Dir!!!



DAS GEBET EINES STRASSENHUNDES

Lieber Gott bitte hilf mir bei meiner Qual, der ganzen Welt bin ich egal, niemand da, der an mich denkt, der mir ein wenig Liebe schenkt. 
Vor Schmerzen kann ich kaum noch stehn, muss trotzdem durch den Regen gehn.

Beim letzen Herrchen war es schlimm, bin froh, dass ich da nicht mehr bin. Ohne Wasser, angekettet, hat mich nur die Flucht gerettet. 
Meine Leine hab ich durchgebissen, und bin von dort dann ausgerissen.

Lieber ein Strassenhund! Lieber allein! Als ewig eingesperrt zu sein. Jetzt, lieber Gott, bin ich geschafft. 
Ich kann nicht mehr, mir fehlt die Kraft. Bin müde, hungrig - mir ist kalt, ich fürchte, Gott ich werd`nicht alt.

Mit Stöcken jagt man mich und Steinen, doch mir bleibt keine Zeit zum Weinen. Muss durch die Strassen - Knochen finden obwohl stetig meine Kräfte schwinden. 
Hab`s doch nicht verdient, bin eigentlich gut, will nicht, dass man mir Böses tut.

Von Würmern geplagt, von Flöhen gebissen, lieber Gott, ich möchte von dir wissen ob`s jemanden gibt auf dieser Welt dem ich und der auch mir gefällt. 
Sollt es diesen Jemand geben, so würd`mein Herz vor Freude beben.

Alles würd`ich für ihn machen und kau auch nicht auf seinen Sachen. Ihm lauf ich ganz bestimmt nicht fort, ich liebe ihn und hör auf`s Wort. 
Doch so schwach, allein wie ich jetzt bin macht Weiterleben keinen Sinn.

Schmutzig und unendlich mager weine ich jede Nacht in meinem Lager, weil ich mir solche Sorgen mache, ob ich am nächsten Tag erwache. 
Soviel Liebe und Treue hab ich doch zu geben, will deshalb eine Chance zum Leben.

Oh lieber Gott, erhör`mich gleich, bevor die letzte Hoffnung weicht und schicke jemand der mich liebt.

Lieber Gott - wenn es dich wirklich gibt.....

(Unbekannt)

 

    

Die Güte des Herzens besteht aus einem tief gefühlten,

universellen Mitleid mit allem, was Leben hat.


Mitleid mit den Tieren hängt mit der Güte des Charakters so genau zusammen,

daß man zuversichtlich behaupten darf,

wer gegen Tiere grausam ist,

könne kein guter Mensch sein.

 

Das Mitleid ist die Grundlage der Moral

 

(Arthur Schopenhauer, 1788-1860, Philosoph)


 

FINDLINGSHUND

 

Wer hat dich geboren,

mit Fledermausohren,

mit pfiffigem Köpfchen,

mit Augen wie Knöpfchen,

mit magerem Ränzchen,

geringeltem Schwänzchen,

beseelt und lebendig,

getreu und verständig.

 

Wer hat dich besessen,

verstoßen, vergessen?

 

Eine Sammlung von Rassen,

ich kann dich nicht lassen,

du Bastard, du kleiner,

ab heut’ wirst du meiner,

ob Reichtum ob Not,

wir teilen das Brot.

 

 

"Die Wesen mögen alle glücklich leben, und keines möge ein Übel treffen.

Möge unser ganzes Leben Hilfe sein an anderen!

Ein jedes Wesen scheuet Qual, und jedem ist sein Leben lieb.

Erkenne dich selbst in jedem Sein und quäle nicht und töte nicht."

(Gautama Buddha)

 

 

Viele, die ihr ganzes Leben auf die Liebe verwendet haben,

können uns weniger über sie sagen,

als ein Kind, dass gestern seinen Hund verloren hat.

 

(Thornton Wilder)

 

 

Einer bleibt selten allein"

Einer ist gar nichts, ein Zweiter muss her.
Ein Dritter ist einfach, ein Vierter nicht schwer.

Ein Fünfter erfreut dich, mit dem sechsten wird's geh'n.
Ein Haus voller Hunde macht's Leben erst schön!

Warum nicht noch einen, du traust dich, nicht wahr?
Sie sind wirklich ganz einfach, aber mein Gott, das Haar!

Ein Hund auf dem Sofa, ein anderer im Bett!
Hungrige Mäuler in der Küche, das findest du nett?

Sie hören aufs Wort und sind gar kein Problem!
Auch wenn's noch einer mehr ist, wird es immer noch geh'n.

Die Möbel sind staubig, die Fenster nicht klar,
der Boden ist schmutzig, das Sofa voll Haar.

Es leidet der Haushalt, man nimmt' s kaum noch wahr,
die Nasen - Abdrücke und überall Haar!

So suchen wir Platz, der neue Welpe ist top!
Wir finden schon Zeit für Besen und Mop!

Es gibt kaum ein Limit, dem Himmel sei Dank!
Ihre Zahl zu verringern - der Gedanke macht krank!

Jeder ist anders, du weißt, wer da bellt.
Das Futter ist teuer, der Tierarzt kriegt Geld!

Die Familie bleibt weg, Freunde lassen dich in Ruh',
siehst nur Hundeleute, die genauso leben wie du!

Die Blumen sind tot, der Rasen ist hin,
doch am Wochenende hast du anderes im Sinn.

Man meldet und reist, so ist der Trott,
dazu die Hundesteuer, bald bist du bankrott!

Ist es das wert, was machst du da bloß?
Doch dann kommt dein Liebling und springt auf den Schoß!

Sein Blick wärmt dein Herz, und um nichts in der Welt
gäbst du auch einen nur her, was bedeutet schon Geld?

Die Winter sind mühsam, mal nass und mal rau.
Die Hunde sind schmutzig, und du bist ganz blau!

Manche Abende sind grässlich, manchmal schreist du im Haus,
denn die Hunde auf dem Sofa, sie wollen nicht raus!

Es muss wohl was wert sein, und es muss dir was geben,
denn sie lieben dich alle, die Hunde in deinem Leben!

Alles hat sich verändert, nichts ist mehr gleich!
Du liebst deine Hunde, und deine Seele ist reich!

 

 

Wehe dem Menschen, wenn auch nur ein Tier im Strafgericht Gottes sitzt.

 

(Franz von Assisi)

 

 

Die vermeintliche Rechtlosigkeit der Tiere, der Wahn,

dass unser Handeln gegen sie ohne moralische Bedeutung sei,

dass es gegen die Tiere keine Pflichten gäbe,

ist geradezu eine empörende Rohheit und Barbarei.

 

Erst wenn jene einfache und über alle Zweifel erhabene Wahrheit,

dass die Tiere in der Hauptsache und im wesentlichen dasselbe sind wie wir,

ins Volk gedrungen sein wird,

werden die Tiere nicht mehr als rechtlose Wesen dastehen.

 

Es ist an der Zeit, dass das ewige Wesen, welches in uns,

auch in allen Tieren lebt, als solches erkannt, geschont und geachtet wird."


 (Arthur Schopenhauer, 1788-1860, Philosoph)

 

 

 Schweigend steh ich da, erschüttert,
vor den Boxen - engmaschig vergittert.
Ein alter Hund mit weißem Bart,
die Flanken eingefallen, dünn behaart,
schaut mich mit leeren Augen an:
"Du hilfst mir auch nicht, fremder Mann!
Spar dir dein trauriges Gesicht,
dein Mitleid, nein, das brauch´ ich nicht!

Geh endlich weiter, fremder Mann,
denn du erinnerst mich daran,
dass alle Liebe, die ich hab,
umsonst ich einem Menschen gab!
Doch wenn er käm´, holt´ mich nach Haus,
wie anders säh´ die Welt dann aus!
Mein ganzes Herz wär´ wieder sein -
warum nur ließ er mich allein?

Geh´ endlich weiter, fremder Mann,
denn du erinnerst mich daran,
dass alles hätte ich gegeben,
für deinen Bruder - selbst mein Leben!
Spar dir dein trauriges Gesicht,
dein Mitleid, nein, das brauch´ ich nicht.
Geh weiter - oder wag´ den Schritt,
hab´ Erbarmen - nimm mich mit!"

 

 

"Entweder ist das Tier nicht wie wir,

dann gibt es keinen Sinn mit ihm zu experimentieren,

oder es ist wie wir, dann gibt es kein Recht mit ihm Versuche zu machen,

die als empörend betrachtet würden,

wenn man es mit einem von uns machte."

   

(Gisela Grothe)

 

  

Wundern muß ich mich sehr, daß Hunde die Menschen so lieben;

denn ein erbärmlicher Schuft gegen den Hund ist der Mensch.

 

(Christian Friedrich Hebbel)

 

 

Der Seestern:

 

Als der alte Mann bei Sonnenuntergang den Strand entlang ging,

sah er vor sich einen jungen Mann, der Seesterne aufhob und ins Meer warf.

 

Nachdem er ihn schließlich eingeholt hatte, fragte er ihn, warum er das denn tue.

Die Antwort war, dass die gestrandeten Seesterne sterben würden,

wenn sie bis Sonnenaufgang hier liegen blieben.

 

„Aber der Strand ist viele, viele Kilometer lang und Tausende von Seesternen liegen hier“,

erwiderte der Alte. „Was macht es also für einen Unterschied, wenn Du Dich abmühst?"

 

Der junge Mann blickte auf den Seestern in seiner Hand und warf ihn in die rettenden Wellen.

Dann sagte er:

 

"Für diesen hier macht es einen Unterschied"

 

 

WAS ES IST

 

Es ist Unsinn

sagt die Vernunft

 

Es ist was es ist

sagt die Liebe

 

Es ist Unglück

sagt die Berechnung

Es ist nichts als Schmerz

sagt die Angst

Es ist aussichtslos

sagt die Einsicht

 

Es ist was es ist

sagt die Liebe

 

Es ist lächerlich

sagt der Stolz

Es ist leichtsinnig

sagt die Vorsicht

Es ist unmöglich

sagt die Erfahrung

 

Es ist was es ist

sagt die Liebe

 

(Erich Fried)

 

 

Jeder Gedanke .....

 

Jeder Gedanke ist Saat.

Einst, über kurz oder lang,

führt dich durch dies Feld dein Gang

 

Jeder Gedanke ist Tat,

einst, über lang oder kurz,

wird er dein Sieg oder Sturz

 

Wie dir das Schicksal auch naht,

nenn es nicht fremde Gewalt:

Du bist’s in eigner Gestalt!

 

(Ephides)

 

 

 

Der alte Kettenhund  

 

Ich bin allein; es ist schon Nacht

und stille wird's im Haus.
Dort ist ein Feuer angefacht,

dort ruht mein Herr sich aus.

 

Er liegt im warmen Federbett,

deckt bis ans Ohr sich zu,
und ich auf meinem harten Brett

bewache seine Ruh.

 

Die Nacht ist kalt, ich schlafe nicht,
der Wind aus Ost weht kalt;
die Kälte ins Gebein mir kriecht,
ich bin ja auch schon alt.

 

Die Hütte, die mein Herr versprach,

erlebe ich nicht mehr,
der Regen tropft durchs morsche Dach,
Stroh gab's schon längst nicht mehr.

 

Die Nacht ist kalt, der Hunger quält,
mein Winseln niemand hört,
und wüsst' mein Herr auch, was mir fehlt,
er wird nicht gern gestört.

 

Die Nacht ist lang, zum zehnten Mal

leck' ich die Schüssel aus,
den Knochen, den ich jüngst versteckt,
den grub ich längst schon aus.

 

Die Kette, die schon oft geflickt,
sie reibt den Hals mir bloß.
Sie reicht nur noch ein kurzes Stück

und nie werd ich sie los.

 

Was Freiheit ist, das lern ich nie,
doch weiß ich, ich bin treu.
  

So lieg' ich, warte auf den Tod,

denn dieser macht mich frei. 

 

 

 -  Adieu, sagte der Fuchs. Und hier ist mein Geheimnis. Es ist ganz einfach:
 ***  Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar
***

 

 

-  Die Menschen haben diese Wahrheit vergessen, sagte der Fuchs. Aber du darfst sie nicht vergessen,

***  denn du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast. ***

 

Aus: "Der kleine Prinz" (Antoine de Saint-Exupéry)

 

 

Brief an mein Herrchen

 

Am Morgen bist Du sehr früh aufgestanden und hast die Koffer gepackt.

Du nahmst meine Leine, was war ich glücklich! Noch ein kleiner Spaziergang vor dem Urlaub - hurra!

 

Wir fuhren mit dem Wagen, und Du hast am Straßenrand gehalten, die Tür ging auf, und Du hast einen Stock geworfen,

ich lief und lief, bis ich den Stock gefunden und zwischen meinen Zähnen hatte.

 

Aber als ich zurückkam, warst Du nicht mehr da! In Panik bin ich in alle Richtungen gelaufen, um Dich zu finden ...

aber leider vergebens! Ich wurde immer schwächer von Tag zu Tag.

 

Ein fremder Mann kam, legte mir ein Halsband um und nahm mich mit.

Bald befand ich mich in einem Käfig und wartete auf Deine Rückkehr, aber Du bist nicht gekommen.

Dann wurde der Käfig geöffnet. Nein, ... Du warst es nicht - es war der Mann, der mich gefunden hat.

 

Er brachte mich in einen Raum ... es roch nach Tod.

 

Meine Stunde war gekommen! Geliebtes Herrchen, ich weiß, daß Du weißt, daß ich mich trotz des Leidens,

das Du mir angetan hast, noch stets an Dein Bild erinnere, und falls ich noch einmal auf die Erde zurückkommen könnte -

ich würde auf Dich zulaufen denn...

... ich habe Dich lieb ...!

 

Quelle unbekannt

 

 

Testament eines Tieres

 

Wenn Menschen sterben, machen sie ein Testament,

um ihr Heim und alles, was sie haben

denen zu hinterlassen, die sie lieben.

 

Ich würde auch solch´ ein Testament machen,

wenn ich schreiben könnte.

 

Einem armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Streuner

würde ich mein glückliches Zuhause hinterlassen,

meinen Napf, mein kuscheliges Bett,

mein weiches Kissen, mein Spielzeug

und den so geliebten Schoß,

die sanft streichelnde Hand,

die liebevolle Stimme,

den Platz, den ich in jemandes Herzen hatte,

die Liebe, die mir zu guter Letzt

zu einem friedlichen und schmerzfreien Ende helfen wird,

gehalten im liebenden Arm.

 

Wenn ich einmal sterbe, dann sag´ bitte nicht:

Nie wieder werde ich ein Tier haben,

der Verlust tut viel zu weh!

 

Such Dir ein einsames, ungeliebtes Tier aus

und gib´ ihm meinen Platz.

 

Das ist mein Erbe.

 

Die Liebe, die ich zurück lasse, ist alles,

was ich geben kann.

 

(Margaret Trowton)

 

 

Ich sah in ihren Augen Liebe und Hoffnung,

Angst und Schrecken, Trauer und Verrat.

Und ich war voller Zorn.

"Gott", sagte ich, "das ist schrecklich! Warum tust du nicht etwas?"

Gott war einen Moment lang still, und dann sprach er sanft:

"Ich habe etwas getan", antwortete er.

"Ich habe Dich geschaffen."

  

(Jim Willis 1999)


 
Solange der Mensch weiterhin unbarmherzig niedrigere Lebewesen zerstört,

wird er weder Gesundheit noch Frieden erfahren.

Solange die Menschen die Tiere massakrieren, werden sie sich auch gegenseitig umbringen.

Derjenige, der Tod und Schmerz säht, kann nicht Freude und Liebe ernten.

 

Pythagoras (570-496 v. Chr.)


 

Wie viele unter uns gibt es schon jetzt, die niemals Fleisch äßen,

wenn sie selber das Messer in die Kehle der betreffenden Tiere stoßen müssten!

 

Bertha von Suttner (1843- 1914) Autorin. Friedensnobelpreis 1905


 

Dem Tier gegenüber sind heute alle Völker mehr oder weniger Barbaren.

Es ist unwahr und grotesk, wenn sie ihre vermeintliche hohe Kultur bei jeder Gelegenheit betonen

und dabei tagtäglich die scheußlichsten Grausamkeiten an Millionen von wehrlosen Geschöpfen begehen

oder doch gleichgültig zulassen.


Alexander von Humboldt (1769-1859)

 

 


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